TEIL 3 - BANGKOK

So viel Spaß die Bootsfahrt nach Koh Phayam uns allen gemacht hatte, so abenteuerlich und angsteinflößend wurde die Rückfahrt. Schon am Morgen des Abreisetages fiel uns auf, dass die See deutlich unruhiger war als bei der Hinreise. Wind und Wellengang versprachen eine turbulente Fahrt und genau so war es dann auch. Bereits der Schritt vom Steg aufs Boot gelang nur mit Unterstützung durch den Kapitän - mit Heinke auf dem Arm ein kleines Wagnis. Wie bei der Hinfahrt gab es Rettungswesten für alle Erwachsenen und diesmal bestand die Besatzung darauf, dass wir diese auch trugen. Kein gutes Zeichen, dachten wir, und versuchten uns von der Tatsache abzulenken, dass Heinke der einzige an Bord ohne Rettungsweste war. Den Kleinen störte das nicht im mindesten, er saß zufrieden auf Julias Schoß und guckte sich die anderen Passagiere an. Dabei hatte er seine rechte Hand vertrauensvoll auf dem Knie der Sitznachbarin abgelegt. Nun ging es los - wir verließen den Pier und steuerten auf das offene Meer zu. Das Boot hüpfte in den Wellen und jeder Aufprall auf dem Wasser fühlte sich an wie auf Beton. Während Julias Finger vom krampfhaften Festhalten ihres Sohnes immer weißer wurden, merkte dieser nichts von all der Anspannung und wurde schließlich vom monotonen Motorengeräusch in den Schlaf gelullt. In unseren Köpfen spielten sich derweil Horrorszenarien von kenternden Booten und dabei verloren gehenden Babies ab - Tito schmiedete Pläne wie man das Schiff im Falle eines Falles am besten verlassen könnte und Julia konzentrierte sich mit aller Kraft darauf, das Kind bloß gut festzuhalten. Nach gefühlt endlosen 45 Minuten erreichten wir endlich das Festland. Heinke wachte erholt auf und wir verdrückten ein paar Tränen als die Anspannung nachließ. Nie wieder Speedboat mit Baby

schworen wir uns - beim nächsten mal würden wir auf jeden Fall die dreimal so lange Überfahrt mit dem Kutter in Kauf nehmen. Verrückt, wie sich mit Kind alles ändert. Noch vor einem Jahr hätte uns die Fahrt überhaupt nichts ausgemacht, wir hatten das hüpfende Boot wahrscheinlich sogar lustig gefunden. Jetzt mit kleinem Schutzbefohlenen sah das alles ein bisschen anders aus. Auch nach der Busfahrt zum Flughafen hatten wir noch weiche Knie.

Nach einer unspektakulären weiteren Anreise erreichten wir schließlich unser Hotel in Bangkok. Wir freuten uns über ein schönes Zimmer mit Klimaanlage, Regenwald-Dusche und weißer Bettwäsche und gingen nach einem kleinen Abstecher auf die berüchtigte Khao San Road alle zusammen früh ins Bett. Bereits bei unserem ersten Ausflug durch die Straßen der Großstadt wurde klar: Heinke gefällt Bangkok und alle lieben den kleinen blonden Jungen. In den nächsten Tagen ließen wir uns treiben, genossen das gute thailändische Essen und spazierten durch verschiedene Stadtteile. Tito machte ein paar Ausflüge mit der Kamera während Heinke und Julia sich im kühlen Hotelzimmer von den Strapazen des Insellebens erholten und langsam die Weiterreise nach Neuseeland vorbereiteten. Heinke hatte immer noch Durchfall, weshalb wir pro Tag an die 15 Windeln verbrauchten, aber es ging ihm gut dabei und wir vertrauten darauf, dass sich das von allein regulieren würde. Nach vier Tagen heißer und geschäftiger asiatischer Großstadt freuten wir uns dann alle auf gemäßigtes Klima und das ruhige Camperleben in Neuseeland. Voller Vorfreude fuhren wir zum Flughafen um die nächste und größte Etappe unserer Reise anzutreten.. Neuseeland, wir kommen!

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2 Kommentare

  1. Veröffentlich von Cerise am 5. Juli 2019 um 10:39

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  2. Veröffentlich von Juju am 30. Oktober 2019 um 19:43

    Hallo, in welchem Hotel seid ihr in Bangkok untergekommen? Wir fliegen auch im Februar mit 6 Monate altem Sohn und sind in Koh Phayam auch im SabeiSabei eingebucht, hiffentlich ohne Durchfall:)



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